WIR. ERLEBEN.

START.PETITION.Der Konflikt


Der Konflikt

Abkehr vom 12 Std. Dienst

Bis zum 25.06.2015 praktizierten wir das nachfolgende 12 Std. Arbeitszeitmodell. Aus heutiger Sicht waren die 12 Std. Schichten sicherlich anstrengend, dennoch hatte der überwiegende Teil unserer Kollegen das subjektive Gefühl, daß die Arbeitsbelastung im Vergleich zur Freizeit und somit die Möglichkeit, die Familie, das soziale Umfeld und Hobbys miteinander zu vereinen, ausgewogener gelang.

12 Std.-Arbeitszeitmodell

Struktur aus Sicht des Dienstherrn

Arbeitszeit / Freizeit

Auf Basis einer 38,5 Std./Woche müssen wir 2002 Std./Jahr erreichen. Wie man unter Pkt. 5 feststellen kann, erreichen wir bei dem o.a. 12 Std. Dienst 2184 Std./Jahr. Somit befinden wir uns theoretisch, wenn die Zeit nicht vorher ausgeglichen wird, in der Überarbeit.

38,5 Std./Woche x 52 Wochen/Jahr = 2002 Std./Jahr

Lösung

Die Differenz von 2184 Std./Jahr zu 2002 Std./Jahr wurde in Form von Freischichten vorab zurückgewährt. So verhinderte man die praktische Überarbeit. Der Vorteil war, daß alle Beschäftigten im Laufe eines Jahres auf rund 18 Freischichten zurückgreifen konnten.

Ergebnis

Die grundsätzliche Arbeitszufriedenheit war trotz Belastung gegeben. Niemand hat das Arbeitszeitmodell an sich hinterfragt. Warum auch, die Arbeitszeit im Vergleich zur Freizeit erschien jedem ausgewogen und gerecht.

Die Vorteile

→ 1968 Stunden Jahresarbeitszeit
→ 182 Dienstantritte abzgl. Urlaub
→ 273 Arbeitstage (Abzgl. 18 Freischichten)
→ 18 Schichten flexibles Dienstfrei
→ 4 – 6 Zusatzurlaub aufgrund Schichtarbeit nach TV-L

Das war der 12 Std. Dienst für die Beschäftigten, Familien und Freunde.

8 Std. Metropolitan AZM

Struktur aus Sicht des Dienstherrn

Arbeitszeit / Freizeit

Das neue 8 Std. Arbeitszeitmodell erreicht die vertraglich geschuldete Arbeitszeit von 2002 Std./Jahr mit einer Punktlandung. Somit entfielen die flexiblen 18 Freischichten aufgrund Überarbeit. Parallel wurden die Dienstantritte von 182 auf 243 Dienstantritte im Jahr erhöht.

Ergebnis

Die Arbeitsbelastung stieg in vielerlei Hinsicht. Die Steigerung der Dienstantritte hatte zur Folge, daß man selbstverständlich häufigere Anfahrten, verbunden mit Mehrkosten, zu bewältigen hat, wodurch Freizeit verloren geht. Eine weitere Belastung resultiert aus einer neuen Verteilung der Schichtphasen, von T/N/Frei/Frei auf F/F/S/S/N/N/Frei/Frei/Frei. Obendrein entfielen die 18 Freischichten, die jedem Arbeitnehmer ein festes Kontingent an flexibler Freizeit gewährte.

12 Std.-Dienst vorher

→ 1968 Jahresarbeitszeit
→ 182 Dienstantritte abzgl. Urlaub
→ 273 Arbeitstage
→ 18 Schichten flexibles Dienstfrei
→ 6 Zusatzurlaub aufgrund Schichtarbeit nach TV-L

8 Std.-Dienst nachher

→ 2002 Stunden Jahresarbeitszeit
→ 243 Dienstantritte abzgl. Urlaub
→ 283 Arbeitstage
→ 0 Schichten flexibles Dienstfrei
→ 6 Zusatzurlaub aufgrund Schichtarbeit nach TV-L

Das ist die Realität! Wir können alle unterschiedlicher Meinung sein, doch am Ende zählen nur Fakten.

Unentgeltliche Mehrleistung pro Jahr

Wenn seit Einführung im Metropolitan tätig

Vielleicht ist es jetzt leichter nachzuvollziehen, warum die „alten“ Kollegen dem 12er nachtrauern. Die Zahlen bestätigen das subjektive Empfinden.

~ Stunden pro Jahr

~ Mehrarbeitstage

~ Dienstantritte pro Jahr

Wir als Petenten waren es leid, die Stimmung zu ertragen und zeitgleich befürchten zu müssen, das Rentenalter nicht zu erreichen. Da kündigen keine Option ist, blieb uns nur die aktive Gegenwehr.

www.wiraktiv.de – Eine Initiative von Kollegen für Kollegen

SOLIDARITÄT.

B.I.S.S. e.V.
#BerlinBrennt

UNTERSTÜTZER.

Hauptstadtbeamte